Naturessenzen

Durch den unreflektierten Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin und der Massentierhaltung wird sich die Menschheit in den kommenden Jahren mit einer Vielzahl von multiresistenten Bakterien konfrontiert sehen. Wir forschen an pflanzlichen Alternativen. Und erzielen bereits heute stärkere Hemmungsreaktionen bei Parodontitis-Markerkeimen als konventionelle Dentalantibiotika.

Antibiotika
und deren Nutzung

Antibiotika sind bei der Behandlung bakterieller Infektionen und zur Infektionsprävention bei invasiven therapeutischen Verfahren ein wichtiger Bestandteil der modernen Medizin. Der Wirkmechanismus dieser Präparate fokussiert die Hemmung des Stoffwechsels der Bakterien, mit dem Ziel deren Vermehrung oder deren Weiterleben zu unterbinden. In der Regel werden die antibiotischen Substanzen als Arzneistoffe vertrieben und zur lokalen oder systemischen Therapie bakterieller Infektionskrankheiten eingesetzt.

Resistenzbildung
durch Antibiotika

Die Nutzung dieser Präparate geht jedoch mit einer gewissen Resistenzbildung einher, da sie die betreffenden Bakterien unter Selektionsdruck (sekundäre Resistenz) setzen. Die Bakterien bedienen sich dazu verschiedener Strategien, die das Antibiotikum für sie unschädlich machen. Dadurch verlängert sich die Infektionsdauer und vorhandene Infektionen sind schwieriger zu behandeln. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Bakterien eine Multiresistenz ausgebildet haben, sodass verschiedene Antibiotika gegen das Bakterium keine Wirkung mehr zeigen. Darüber hinaus können resistente Bakterien ihre Erfolgsstrategien gegen ein Antibiotikum mit anderen Bakterien teilen, die die Strategien sodann übernehmen und auch eine Resistenz ausbilden.
Die Natur hält viele Lösungen bereit.

Forschungsansatz

Pflanzen und pflanzliche Strukturen existieren seit mehreren hundert Millionen Jahren. Seitdem verteidigen sie sich erfolgreich gegen bakterielle Angriffe und andere externe Einflüsse. Die Pflanzen entwickelten dazu verschiedene Strategien und Wirkstoffe, die sich in Hydrolaten, ätherischen Ölen, Harzen oder anderen pflanzlichen Essenzen wiederfinden. Diese Wirkstoffe lassen sich isolieren und für die Anwendung gegen bakterielle Infektionen nutzen.

Natürlicher
Wirkstoff-Cocktail

Antibiotika basieren meist auf einem einzigen Wirkstoff, der auf eine genaue Zielstruktur im Bakterium ausgerichtet ist. Gegen diese sogenannten Monowirkstoffe können sich Bakterien relativ schnell einstellen und somit den Wirkstoff neutralisieren oder ausleiten. Bei pflanzlichen Essenzen ist dies nicht möglich, da es sich hierbei um hochpotente Cocktails aus tausenden unterschiedlichen Wirkstoffen (Vielstoffgemische) handelt. Darüber hinaus sind die Nebenwirkungen im Vergleich zu konventionellen Antibiotika deutlich geringer und die Mikrobiome des Körpers werden nicht geschädigt.
Wir haben die Richtigen gefunden: Pflanzliche Antibiotika aus der Natur.

Signifikant
große Hemmhöfe

Die verwendeten pflanzlichen Essenzen erzielen signifikante Hemmhofgrößen, die sich teilweise über die gesamte Petrischale erstrecken. Vor diesem Hintergrund wurde mit entsprechenden Verdünnungsreihen gearbeitet, um die Wirkung der verwendeten Substanzen beschreibbar zu machen. Die erzielten Ergebnisse geben Anlass zu der Aussage, dass die einzelnen pflanzlichen Essenzen im Vergleich zu konventionellen Dentalantibiotika ähnliche bzw. deutlich höhere antibiotische Wirkungen aufweisen.

Synergistische
Wirkungspotenzierung

Aufbauend auf den Einzelergebnissen der jeweiligen pflanzlichen Substanzen wurden unterschiedliche Mischungsreihen angelegt. Dabei konnten synergistisch wirkende Substanzen identifiziert werden, die bei bestimmten Mischungsverhältnissen im Vergleich zu den Einzelsubstanzen einen signifikant höheren Wirkungsgrad erzielen. Die daraus resultierenden Hemmhofgrößen hinsichtlich der getesteten Parodontitis-Markerkeime geben Anlass zur Annahme, dass bestimmte Mischungsverhältnisse pflanzlicher Essenzen im Vergleich zu Einzelsubstanzen signifikant größere Hemmhöfe zur Folge haben.

Quantitative Validierung

Die Messung, Dokumentation und Validierung der Hemmwirkung der Einzelsubstanzen sowie der relevanten Mischungsreihen vollzieht sich digital und im Rahmen von standardisierten Erhebungsprozessen.
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